Anthropic überarbeitet Datenaufbewahrung für Unternehmen nach Kundenkritik (Enterprise Frontier Safeguards)
Anthropic führt mit den „Enterprise Frontier Safeguards“ ein neues Modell für den Umgang mit Unternehmensdaten ein, das die im Juni 2026 eingeführte 30-tägige Standardspeicherung für Fable- und Mythos-Modelle ablöst. Hintergrund war Kritik zahlungskräftiger Firmenkunden an dieser Aufbewahrungspflicht, obwohl Anthropic zugesichert hatte, die Daten nicht für modellfremde Zwecke wie Training zu nutzen. Laut Anthropic-Managerin Kate Jensen wurden mit Kunden „hunderte Stunden“ investiert, um eine Alternative zu entwickeln.
Ganze Zusammenfassung
Das neue System kombiniert eine Zero-Data-Retention-Option mit automatisierter, sitzungsübergreifender Missbrauchserkennung: Unternehmensdaten liegen künftig in selbst kontrollierter Cloud-Infrastruktur (AWS, Azure, Google Cloud) mit eigenen Verschlüsselungsschlüsseln, während eine vollautomatische Sicherheitsüberwachung ohne manuelle Einsicht durch Anthropic verdächtige Aktivitäten direkt an die Sicherheitsteams der Kunden meldet. Über 100 Unternehmen aus Finanzwesen, Gesundheitswesen, Fertigung und weiteren Branchen waren an der Entwicklung beteiligt. Der gestaffelte Rollout beginnt im Herbst 2026, zusätzliche Kosten entstehen für die Kunden nicht (außer für die eigene Cloud-Speicherung); bis dahin gilt für berechtigte Kunden übergangsweise Zero Data Retention auf Fable 5/5.1.